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PIMCO-Perspektiven

Was treibt die langfristigen Anleihenrenditen nach oben?

Ein Zusammenspiel aus wachsender Staatsverschuldung, zunehmenden Emissionen KI-bezogener Unternehmensanleihen und Inflationssorgen befördert die Renditen 30-jähriger Titel aus den USA und anderen Ländern auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten.
Was treibt die langfristigen Anleihenrenditen nach oben?
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Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen belief sich vergangene Woche auf rund 5,3 Prozent – ein Niveau, das seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr verzeichnet wurde. Ihre globalen Pendants aus Europa, Großbritannien und Japan sind auf ähnliche Höchststände geklettert.

Was treibt die Bewegung am langen Ende der Renditekurve an? Die wachsende Staatsschuldenlast, die vermehrten Emissionen KI-bezogener Unternehmensanleihen und die anhaltenden Inflationsängste im Zusammenhang mit den Energiekosten – und deren Bedeutung für die Zentralbankpolitik – spielen allesamt eine Rolle.

Unser Kollege Lotfi Karoui ist im Juni einer damit verbundenen Frage nachgegangen angesichts der Anleihenflut in Verbindung mit dem KI-Ausbau (siehe „The Credit Market Lens: AI Financing Needs Do Not Override Cyclical Drivers of Yield“). Die KI-bezogenen Emissionen – viele von ihnen längerfristiger Natur – sind inzwischen umfangreich genug, um mit Staatsanleihen um das Kapital der Anleger zu konkurrieren, auch wenn dies nicht der dominierende Renditetreiber zu sein scheint. Hier ist eine entscheidende Frage, inwieweit der KI-Effekt zum gegenwärtigen Zeitpunkt in die Märkte eingepreist ist.

Die jüngste Volatilität beschränkte sich weitgehend auf die Realrenditen. Dabei hielten sich die Break-even-Inflationsraten – ein Marktbarometer für die erwartete durchschnittliche Inflation – vergleichsweise stabil, auch wenn es bei den nominalen Renditen stetig aufwärtsging. Das legt nahe, dass die Anleger keine deutlich höhere Inflationsprämie verlangen.

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