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PIMCO-Perspektiven

Bewährte Anleihemathematik für eine neue Fed-Ära

In der neuen Ära der Fed unter Warsh, die von größerer Unsicherheit über die künftige Geldpolitik geprägt sein dürfte, können Anleihen einen besonderen Vorteil bieten: das Potenzial zur Dämpfung von Verlustrisiken bei gleichzeitig attraktiven laufenden Erträgen.
Bewährte Anleihemathematik für eine neue Fed-Ära
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Von Zeit zu Zeit entstehen an den Märkten Wendepunkte, die langjährige Annahmen und Verhaltensmuster von Anlegern auf den Prüfstand stellen. Die Ernennung eines neuen Vorsitzenden der US-Notenbank – eines Präsidenten, der einen echten Generationswechsel einläutet – ist ein solcher Moment.

Kevin Warshs frühe Signale waren eindeutig: Es ist mit weniger Aussagen zum künftigen Zinskurs zu rechnen sowie mit einem geringeren Einsatz der Fed-Bilanz, mehr Debatten unter den Ratsmitgliedern und einer höheren Bereitschaft, entschieden in beide Richtungen zu handeln – und auch mal danebenzuliegen. Die Fed dürfte weniger Zinsprognosen abgeben und weniger geneigt sein, als Risikomanager für die Finanzmärkte zu agieren.

Dieser Wandel ist markant. Fast zwei Jahrzehnte lang bestand die implizite Stellenbeschreibung der US-Notenbanker darin, die Marktvolatilität zu unterdrücken, die eigenen Absichten kundzutun und dafür zu sorgen, dass für Risikoassets alles glatt läuft. Anleger wurden dafür belohnt, dass sie sich wie eine Herde nach dem „Dot-Plot“, den Zinsprognosen der amerikanischen Notenbanker, richteten, anstatt eigene Analysen durchzuführen.

Unter der Führung von Warsh scheint die Fed bereit zu sein, die Märkte mehr auf ihren eigenen Beinen stehen zu lassen, mit weniger expliziten zinspolitischen Leitlinien oder implizitem Schutzschild. Damit sollten die Volatilität, die Ungleichheit und die Risiken in beide Richtungen zunehmen. Genau das sind die Eingangsgrößen, die aktiven Investmentmanagern bei der Verfolgung höherer Renditen zur Verfügung stehen. Und diese sind besonders vorteilhaft, wenn die grundlegende Anleihenmathematik bereits wieder für die Anleger spricht.

Abbildung 1: Die Illusion der Diversifikation bei Aktien und privaten Unternehmenskrediten vermeiden

Drei Säulendiagramme zum Vergleich der Konzentration in einem Aktien-, einem Private-Credit und einem Festzins-Portfolio (Stand: Juni 2026). Das Aktiendiagramm zeigt die zehn größten Emittenten des S&P 500, die rund 39 Prozent des Index ausmachen – angeführt von Nvidia (7,9 %), Apple (6,8 %) und Alphabet (6,0 %); das BDC-Diagramm (BDC = Business Development Companies) weist für Software/Technologie ein Anteil von 31 % an allen Engagements aus gegenüber 69 % für alle andere Branchen; und das Diagramm für qualitativ hochwertige Anleihen zeigt die Aufteilung des PIMCO Total Return Fund auf Bereiche wie Schwellenländer, nicht staatliche Hypotheken und Investment-Grade-Anleihen. Zusammen verdeutlichen die Charts, dass die Aktien- und Anleihen-Indizes auf wenige große Emittenten oder Bereiche konzentriert sind, während das Festzins-Portfolio stärker diversifiziert ist.

Quelle: Berechnungen von PIMCO; Stand: 30. Juni 2026. Geschätzte Renditen von Aktien gemäß den neuesten PIMCO Capital Market Assumptions (CMAs) mit Stand Februar 2026. Die erwartete Rendite von BDCs spiegelt Anfangsrenditen von rund neun Prozent abzüglich erwarteter Verluste von etwa zwei bis drei Prozent wider. Die erwartete Rendite hochwertiger Anleihen beschreibt die anfängliche Rendite eines hochwertigen sektorübergreifenden Festzinsportfolios. Nur zur Veranschaulichung. Die Zahlen lassen keine Rückschlüsse auf die vergangene oder zukünftige Wertentwicklung eines PIMCO-Produkts oder einer PIMCO-Strategie zu. Es gibt keine Gewähr dafür, dass die angegebenen Ergebnisse erreicht werden.

Eine hochwertige Anleihenallokation beinhaltet dagegen einen wahrhaft diversifizierten Mix aus Zins-, Spread- und Währungsengagements aus verschiedenen Sektoren und Regionen.

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